Pflicht zur eVergabe bei europaweiten Ausschreibungen

19. Oktober 2018

Seit dem 19.10.2018 müssen die Kommunikation und die Abwicklung von EU-weiten Vergabeverfahren in elektronischer Form erfolgen. Dies umfasst insbesondere die Übermittlung der Ausschreibungsunterlagen, das elektronisch unterstütztes Ausfüllen der Vergabeunterlagen, das Stellen von Bieterfragen, die Einbindung von Nachweisen, die Angebotsabgabe sowie etwaige Aufklärungen und Nachforderungen, die Vorabinformation nach § 134 GWB und die Zuschlagserteilung.

Bieter, die ihr Angebot nicht elektronisch einreichen, werden künftig automatisch vom Vergabeverfahren ausgeschlossen. Ausnahmen gelten, wenn Angebotsbestandteile einzureichen sind, die sich für eine elektronische Übermittlung nicht eignen oder für den Auftraggeber nicht handhabbar sind. Diese können auch zukünftig postalisch eingesandt oder abgegeben werden.

Einzig für nationale Vergabeverfahren im Unterschwellenbereich ist eine papiergebundene Einreichung von Angeboten weiterhin zulässig. Für den Liefer- und Dienstleistungsbereich sieht die Unterschwellenvergabeordnung (UVgO) vor, dass Auftraggeber ab dem 01.01.2019 elektronische Angebote akzeptieren und ab dem 01.01.2020 ausschließlich elektronische Angebote verlangen müssen. Für den Baubereich legt die VOB/A 2016 keinen Termin fest, sodass hier weiterhin Angebote in Papierform eingereicht werden können.

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