{"id":3917,"date":"2023-06-22T08:52:53","date_gmt":"2023-06-22T06:52:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.ts-law.de\/?p=3917"},"modified":"2023-06-22T08:52:53","modified_gmt":"2023-06-22T06:52:53","slug":"ampel-fraktionen-einigen-sich-auf-leitplanken-zur-weiteren-beratung-des-gebaeudeenergiegesetzes-geg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ts-law.de\/en\/ampel-fraktionen-einigen-sich-auf-leitplanken-zur-weiteren-beratung-des-gebaeudeenergiegesetzes-geg\/","title":{"rendered":"Ampel-Fraktionen einigen sich auf Leitplanken zur weiteren Beratung des Geb\u00e4udeenergiegesetzes (GEG)"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row css_animation=&#8221;&#8221; row_type=&#8221;row&#8221; use_row_as_full_screen_section=&#8221;no&#8221; type=&#8221;full_width&#8221; angled_section=&#8221;no&#8221; text_align=&#8221;left&#8221; background_image_as_pattern=&#8221;without_pattern&#8221; z_index=&#8221;&#8221; padding_bottom=&#8221;60&#8243;][vc_column offset=&#8221;vc_col-lg-offset-3 vc_col-lg-6 vc_col-md-offset-3 vc_col-md-6&#8243;][vc_column_text]Am 13.06.2023 haben sich die Fraktionen von SPD, B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen und FDP auf Leitplanken zur weiteren Beratung des Geb\u00e4udeenergiegesetzes geeinigt. Das Gesetz soll danach wie geplant am 1. Januar 2024 in Kraft treten. Nach dem vorl\u00e4ufigen Einigungstext sollen hierbei folgende Gesichtspunkte ber\u00fccksichtigt werden:<\/p>\n<p>1. In Deutschland wird eine verpflichtende Kommunale W\u00e4rmeplanung eingef\u00fchrt, die der zentrale Bezugspunkt f\u00fcr verpflichtende Ma\u00dfnahmen im Bestand mit entsprechenden \u00dcbergangsfristen sein wird. Eine deutschlandweite kommunale W\u00e4rmeplanung streben wir bis sp\u00e4testens 2028 an.<\/p>\n<p>a. Solange keine Kommunale W\u00e4rmeplanung vorliegt,<\/p>\n<ul>\n<li>gelten beim Heizungstausch die Regelungen des GEG noch nicht.<\/li>\n<li>d\u00fcrfen ab dem 1.1.2024 Gasheizungen eingebaut werden, wenn diese auf Wasserstoff umr\u00fcstbar sind. Dies gilt auch f\u00fcr Neubauten au\u00dferhalb von Neubaugebieten. In Neubaugebieten gelten die Regelungen des GEG unmittelbar ab 1.1.2024.<\/li>\n<\/ul>\n<p>b. Liegt eine Kommunale W\u00e4rmeplanung vor,<\/p>\n<ul>\n<li>die ein klimaneutrales Gasnetz vorsieht, k\u00f6nnen neben allen anderen Erf\u00fcllungsoptionen auch auf Wasserstoff umr\u00fcstbare Gasheizungen eingebaut werden.<\/li>\n<li>die kein klimaneutrales Gasnetz vorsieht, d\u00fcrfen Gasheizungen nur dann weiter eingebaut werden, wenn sie zu 65 % mit Biomasse, nicht-leitungsgebundenem Wasserstoff oder seinen Derivaten betrieben werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>c. Wird im Rahmen der kommunalen W\u00e4rmeplanung kein CO\u2082-neutrales Gasnetz geplant, ergeben sich angemessene \u00dcbergangsfristen zur Umstellung auf die neue Technologie, die die Umsetzung der kommunalen W\u00e4rmeplanung nicht verz\u00f6gern.<\/p>\n<p>d. Ab 1.1.2024 darf der Verkauf von entsprechenden Heizungen nur stattfinden, wenn eine Beratung erfolgt, die auf m\u00f6gliche Auswirkungen der kommunalen W\u00e4rmeplanung und die m\u00f6gliche Unwirtschaftlichkeit hinweist. Dar\u00fcber hinaus wird es entsprechende Aufkl\u00e4rungskampagnen \u00fcber CO\u2082-Bepreisung und Klimaschutzgesetz geben.<\/p>\n<p>e. Private und \u00f6ffentliche Geb\u00e4ude werden gleichbehandelt.<\/p>\n<p>2. Beim Umstieg auf klimaneutrale Heizungssysteme sollen die verschiedenen Optionen gleichwertig behandelt werden, um den regionalen Unterschieden Rechnung zu tragen. Die Erf\u00fcllungsoptionen sollen praxistauglich sein und Nachhaltigkeitskriterien erf\u00fcllen. Die Bedingungen zur Erreichung des 65 %-Ansatzes werden einheitlich f\u00fcr Neubau und Bestand \u00fcberarbeitet.<\/p>\n<p>a. Bei allen Erf\u00fcllungsoptionen werden die diskriminierenden technischen Anforderungen an die Heizung und die Infrastruktur gestrichen. Das bedeutet beispielsweise:<\/p>\n<ul>\n<li>Heizungen, die mit Holz und Pellets betrieben werden, erf\u00fcllen die 65 %-Vorgabe ausnahmslos. Beim Einsatz von Holz und Pellets sind Fehlanreize zu vermeiden.<\/li>\n<li>die im Gesetzentwurf vorgesehenen Transformationspl\u00e4ne entfallen. Stattdessen m\u00fcssen die Kommunen und Betreiber einen verbindlichen Fahrplan mit verbindlichen und nachvollziehbaren Zwischenzielen (Monitoring) zum Hochlauf des Wasserstoffs bis 2045 vorlegen, um die Transformation des Gasnetzes zu gew\u00e4hrleisten.<\/li>\n<\/ul>\n<p>b. Unn\u00f6tige ordnungsrechtliche Vorgaben, die weder zur Erf\u00fcllung der 65 %-Anforderung ben\u00f6tigt werden noch Bestandteil von Vereinbarungen der Koalition sind, werden gestrichen.<\/p>\n<p>3. Ein besonderes Augenmerk muss auf das Vermieter-Mieter-Verh\u00e4ltnis gelegt werden. Mieter sollen nicht \u00fcber Geb\u00fchr belastet werden. Vermieter solle Anreize haben, in moderne Heizungssysteme zu investieren.<\/p>\n<p>a. Daher werden wir die bestehende F\u00f6rderkulisse unter Ber\u00fccksichtigung der Modernisierungsumlage weiterentwickeln und<\/p>\n<p>b. bei Investitionen in eine klimafreundliche Heizung eine weitere Modernisierungsumlage unter der Voraussetzung einf\u00fchren, dass<\/p>\n<ul>\n<li>eine F\u00f6rderung in Anspruch genommen wird und<\/li>\n<li>die Mieterinnen und Mieter von der Inanspruchnahme der F\u00f6rderung auch unter Ber\u00fccksichtigung der weiteren Modernisierungsumlage finanziell profitieren.<\/li>\n<\/ul>\n<p>4. Haushalte d\u00fcrfen im Rahmen notwendiger Neuinvestitionen nicht \u00fcberfordert werden. Deshalb wird es vonseiten des Bundes eine F\u00f6rderung geben, die aus dem Klima- und Transformationsfonds finanziert wird und die m\u00f6glichst passgenau die einzelnen Bed\u00fcrfnislagen und soziale H\u00e4rten bis in die Mitte der Gesellschaft ber\u00fccksichtigt. Wir wollen niemanden zu etwas verpflichten, das in der jeweiligen Lebenslage nicht leistbar ist. Darum werden die Ausnahmeregelungen, wie zum Beispiel die Regelung zur 80-Jahres-Grenze, \u00fcberarbeitet und plausibler gestaltet.<\/p>\n<p>Den vorl\u00e4ufigen Einigungstext der Ampel-Fraktionen finden Sie<strong> <a href=\"https:\/\/www.ts-law.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Einigungstext-GEG.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a><\/strong>.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row css_animation=&#8221;&#8221; row_type=&#8221;row&#8221; use_row_as_full_screen_section=&#8221;no&#8221; type=&#8221;full_width&#8221; angled_section=&#8221;no&#8221; text_align=&#8221;left&#8221; background_image_as_pattern=&#8221;without_pattern&#8221;][vc_column]<div class=\"templatera_shortcode\"><div      class=\"vc_row wpb_row section vc_row-fluid  grid_section\" style=' padding-bottom:60px; text-align:center;'><div class=\" section_inner clearfix\"><div class='section_inner_margin clearfix'><div class=\"wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_wrapper\"><a  itemprop=\"url\" href=\"\/kanzlei\/tsp-news\/\" target=\"_self\"  class=\"qbutton  center default\" style=\"\">Alle News<\/a><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>[\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 13.06.2023 haben sich die Fraktionen von SPD, B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen und FDP auf Leitplanken zur weiteren Beratung des Geb\u00e4udeenergiegesetzes geeinigt. 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